LASERMEDIZIN
In der Praxis steht eine Vielzahl modernster Lasersysteme zur Verfügung – mit dem Ziel, für jedes individuelle Hautproblem die optimal passende Behandlungsmethode einzusetzen und ein möglichst effektives, schonendes Ergebnis zu erzielen.
Hochspezialisierte Lasertechnologie:
- Erbium:YAG-Laser (Asclepion MCL Dermablate, 2940 nm): Für präzise, ablative oder fraktionierte Hautabtragungen bei Keratosen, Fibromen, Xanthelasmen, Syringiomen, Narben und Falten. Durch die sogenannte „kalte Ablation“ ist die Behandlung besonders hautschonend.
- CO₂-Laser (Candela CO2RE, 10600 nm): Der CO₂-Laser wirkt in der Regel tiefer und stärker thermisch als der Erbium:YAG-Laser, wodurch er insbesondere bei tieferen Falten und ausgeprägteren Narben einen stärkeren Remodelling-Effekt erzielen kann, allerdings meist mit mehr Ausfallzeit.
- Gefäßselektive Laser (Deka Synchro VasQ 595 nm, Asclepion QuadroStar Pro 577 nm, Deka Nd:YAG 1064 nm): Speziell zur Behandlung vaskulärer Hautveränderungen wie Couperose, Spider Nävi, Nävi flammei, Angiomen, Besenreisern und Gefäßmalformationen. Der Farbstofflaser stellt den Goldstandard zur Behandlung von vaskulären Hautveränderungen dar. Die 577-nm-Wellenlänge des Asclepion QuadroStar Pro ist für kleinere vaskuläre Veränderungen eine schonende Alternative.
- Pico-Laser (Quanta Discovery Pico Plus, 532/1064/694 nm): Der Goldstandard für pigmentierte Hautveränderungen und Tattooentfernung. Dank ultrakurzer Impulse im Pikosekundenbereich werden Pigmentpartikel besonders effektiv und hautschonend fragmentiert. Zusätzlich eignet sich der Laser für fraktionierte Anwendungen zur Narbenbehandlung und Hautverjüngung.

Pigmentstörungen wie Altersflecken, Hyperpigmentierungen und Melasmen zählen zu den häufigsten kosmetisch störenden Hautveränderungen. Während Altersflecken und oberflächliche Pigmentflecken in der Regel gut auf Laserbehandlungen ansprechen, stellt das Melasma eine besondere Herausforderung dar: Diese hormonelle und Pigmentstörung erfordert ein multimodales Therapiekonzept, das neben der Lasertherapie auch topische Wirkstoffe, konsequenten Lichtschutz und gegebenenfalls weitere Maßnahmen einschließt.
Gegebenenfalls muss vor einer Laserbehandlung einer Pigmentveränderung eine Hautbiopsie entnommen werden, sollte sich diese auflichtmikroskopisch nicht eindeutig als gutartig zu erkennen sein.
Zur gezielten Entfernung gutartiger Pigmentflecken kommen je nach Befund der Rubin-Laser oder der Pico-Laser zum Einsatz. Die eigentliche Laserbehandlung dauert meist nur wenige Minuten. Anschließend ist ein strenger Lichtschutz essenziell, um Rückpigmentierungen zu vermeiden. Erste Ergebnisse sind in der Regel nach zwei bis drei Wochen sichtbar.
Verfahren: Minimal invasiv
Dauer: 10–15 Minuten
Ausfallzeit: 2–7 Tage
Sitzungen: 1–3
Wichtig: Bei Melasma ist eine individuelle, kombinierte Behandlung nach ärztlicher Beratung notwendig.

Aknenarben, Dehnungsstreifen, Operationsnarben oder Keloide lassen sich mit moderner Lasertherapie deutlich verbessern. Je nach Narbentyp kommen dabei fraktionierte Laserverfahren zum Einsatz, die das Gewebe schonend erneuern und die Kollagenbildung anregen. Ergänzend können, insbesonder bei wulstigen Narben oder Keloiden, auch Glukokortikoid-Injektionen sinnvoll sein, um das überschießende Nabenwachstum zu reduzieren.
Auch Dehnungsstreifen, häufig durch Schwangerschaft oder Gewichtsschwankungen, können durch diese Verfahren meist sichtbar geglättet werden. Ziel ist immer ein gleichmäßigeres, glatteres Hautbild und eine Verbesserung der Hautstruktur.
Individuelle Behandlung je nach Narbentyp:
Die Therapie wird stets auf die jeweilige Narbenart und -ausprägung abgestimmt.
Behandlungsbereiche: Gesicht, Bauch, Oberschenkel, Po u. a.
Ergebnisse: Reduktion der Narbentiefe, bessere Elastizität, ebenmäßigere Hautstruktur

In meiner Praxis wird einer der modernsten Pico-Laser mit maximaler Leistung und kürzesten Impulsen verwendet, der eine deutlich schmerzärmere und effektivere Entfernung von Tattoos in weniger Sitzungen ermöglicht. Die Behandlungszeit jeder Sitzung verkürzt sich dadurch drastisch. Zusätzlich verfügt der Pico-Laser über die Rubin-Wellenlänge, wodurch alle gängigen Tattoofarben perfekt behandelt werden können. Damit zählt dieser Pico-Laser zu den leistungsstärksten auf dem Markt und stellt die modernste Option zur Tattooentfernung dar.
Durch die Wellenlängen von 532 nm, 694 nm (Rubin) und 1064 nm im Pikosekundenbereich kann der Discovery PICO verschiedene Tattoofarben (blau, braun, rot, grün, violett, gelb, orange) sicher und schonend behandeln. Der Pico-Laser kann Laserstrahlen mit einer Impulsdauer von 370 Pikosekunden erzeugen. Das Laserlicht wird von den Farbpigmenten absorbiert und auf über 900 °C erhitzt. Diese Erwärmung führt zu einer extrem schnellen Ausdehnung des Pigments, wodurch eine mechanische Welle (akustisch) erzeugt wird. Die erzeugte Welle übt einen Druck aus, der eine Fragmentierung des Pigments verursacht. Danach werden die Fragmente durch Makrophagen (Fresszellen) aufgenommen und durch das Lymphsystem abtransportiert. Dieser sogenannte photoakustische Effekt, bei dem Partikel buchstäblich „pulverisiert“ werden, entsteht durch die ultrakurzen Impulse bei hohen Energien. Die Tätowierung wird in kleinere Partikel zersetzt als mit einem Nanolaser. Dies ermöglicht einen schnelleren Abbau der Farbpartikel und somit eine sanftere Behandlung.
Wie viele Sitzungen werden benötigt, bis das Tattoo verschwunden ist? Mithilfe des Tattoo-Lasers werden die Farbpigmente in viele kleine Fragmente zersprengt. So wird das Tattoo von Sitzung zu Sitzung immer blasser. Wie viele Sitzungen letztendlich notwendig sind, hängt von vielen Faktoren ab. Dazu zählt hauptsächlich die Zusammensetzung der Farbpigmente, die Tiefe und Art des Tattoos. Als grobe Schätzung muss mit 5–15 Sitzungen gerechnet werden.
Dauer: ca. 5–15 Sitzungen
Behandlungsbereiche: ganzkörper

Rosazea, auch Couperose genannt, zeichnet sich durch eine Gesichtsrötung aus, die mit kleinen erweiterten Gefäßen durchsetzt ist. Glücklicherweise lässt sich diese Erkrankung sehr gut mit Hilfe der Lasertherapie behandeln.
Für die Behandlung der roten Äderchen im Gesicht, insbesondere an der Nase, an den Wangen und am Kinn, wird der Farbstofflaser Deka Synchro VasQ mit 595 nm oder der Asclepion Pro Yellow Laser mit 577 nm eingesetzt. Dieser Laser bietet eine deutlich gezieltere und effektivere Wirkung auf die Blutgefäße als herkömmliche 532-nm-Laser. Durch die Wellenlänge von 595/577 nm werden die Gefäße präziser und schonender verödet, was zu weniger Nebenwirkungen und einer besseren Verträglichkeit führt.
Zur Behandlung tieferliegender und größerer Blutgefäße kommt der Nd:YAG-Laser mit 1064 nm zum Einsatz. Dieser dringt tiefer in die Haut ein und ist somit besonders geeignet, um Gefäße zu veröden, die mit kürzeren Wellenlängen nicht effektiv behandelt werden können. Zur flächigen Behandlung von großflächiger Rötung oder Couperose steht außerdem ein Scanner zur Verfügung, der die Laserenergie gleichmäßig verteilt und so eine besonders schonende und effektive Behandlung großflächiger Areale ermöglicht.
Wie lange dauert eine Behandlung? Wie viele Behandlungen sind notwendig?
Je nach Ausprägung der Rosazea dauert eine Sitzung zwischen zehn und dreißig Minuten. Das Ergebnis ist in der Regel innerhalb weniger Tage sichtbar, sodass bei leichten Fällen oft schon eine Behandlung ausreicht. Bei flächiger Rötung und zahlreichen Gefäßen verödet der Laser mit jeder Sitzung weitere Gefäße, bis das gewünschte Ergebnis erreicht ist. Größere Äderchen veröden meist bereits bei der ersten Sitzung und verschwinden nach der Abheilung.
Wie lange dauert die Abheilung nach der Laserbehandlung?
Nach der Behandlung können kleine Krusten entstehen, die in der Regel innerhalb einer Woche abheilen. Bei flächiger Rosazea kann eine Gesichtsrötung sichtbar bleiben, die aber meist bereits am nächsten Tag wieder verschwindet.
Worauf muss nach der Behandlung geachtet werden?
Ein gründlicher und ausreichender Sonnenschutz ist wichtig. Direkte Sonneneinstrahlung sollte am Behandlungstag vermieden werden. Eine individuelle Hautpflege wird ärztlich abgestimmt.
Ist die Behandlung schmerzhaft?
Während der Laserbehandlung ist spürbar, an welcher Stelle der Laser eingesetzt wird. Das Gefühl wird oft mit einem festen Stift verglichen. Bei größeren Gefäßen ist ein leichtes „Piksen“ spürbar, an der Nase zum Beispiel etwas intensiver als an anderen Stellen des Gesichts. In der Regel ist keine zusätzliche Schmerzlinderung nötig.
Verfahren: Minimal invasiv
Dauer: 10–30 Minuten
Ausfallzeit: 2–7 Tage

Gutartige Hautveränderungen wie Warzen, Fibrome, Alterswarzen, Xanthelasmen, Hornzipfel, dermale Nävi und weitere harmlose Hautveränderungen kommen bei fast jedem Menschen vor und können kosmetisch störend sein. Sie können bereits in der Jugend auftreten oder sich im Laufe des Lebens entwickeln. Diese Hautanhängsel und Hautveränderungen lassen sich unkompliziert und schonend entfernen.
Die Behandlung erfolgt mit dem hochmodernen Erbium:YAG-Laser oder C02 Laser, welche eine präzise und gewebeschonende Entfernung ermöglicht. Besonders bei empfindlichen oder kleineren Hautveränderungen können so gute ästhetische Ergebnisse erzielt werden.
Wichtig: Bei pigmentierten Hautveränderungen wird immer eine histologische Untersuchung durchgeführt, um eine sichere Diagnose zu gewährleisten und bösartige Veränderungen auszuschließen.
Bei Hautveränderungen in unmittelbarer Nähe der Augen werden spezielle Cornea Shields eingesetzt, um das Auge während der Behandlung zuverlässig zu schützen. Dies gewährleistet maximale Sicherheit und verhindert Augenschäden durch den Laser.
Ist die Behandlung schmerzhaft?
Die Behandlung wird in der Regel unter Lokalanästhesie durchgeführt. Hierfür wird meist eine feine Betäubungsspritze eingesetzt. Unter der Lokalanästhesie treten keine Schmerzen während der Behandlung auf. Auch danach berichten die Patienten meist von keinen oder nur minimalen Beschwerden.
Verfahren: Minimal invasiv
Dauer: 15–30 Minuten, abhängig von Anzahl und Größe der Hautveränderungen
Ausfallzeit: 2–7 Tage, je nach Größe der behandelten Fläche können Rötungen und Krustenbildung auftreten

Sichtbare venöse Gefäße, wie Besenreiser oder Venous Lakes, sind zwar medizinisch meist unbedenklich, können jedoch ein störendes kosmetisches Problem darstellen und werden daher häufig entfernt. Besenreiser treten bevorzugt an den Fußknöcheln, Unterschenkeln und Oberschenkeln auf. Auch Venous Lakes, kleine venöse Erweiterungen meist an Lippen oder Gesicht, lassen sich gut behandeln.
Wichtig: Vor einer Behandlung von Besenreiser sollte eine Untersuchung bei einem Phlebologen erfolgen, um eine eventuell vorliegende venöse Insuffizienz (Venenklappenschwäche) auszuschließen. Unbehandelte Venenerkrankungen können zu einem Wiederauftreten der Gefäße oder anderen Komplikationen führen. Die Entfernung erfolgt meist mit dem Nd:YAG-Laser (1064 nm). Dieser Laser ist auf die Behandlung von Blutgefäßen spezialisiert und ermöglicht eine gezielte, schonende Verödung der Gefäße bei minimalen Nebenwirkungen.
Die photodynamische Therapie (PDT) ist ein modernes, nicht operatives Verfahren zur gezielten Behandlung krankhaft veränderter Hautzellen. Sie wird insbesondere bei aktinischen Keratosen, den häufigsten sonnenbedingten Hautkrebsvorstufen, eingesetzt. Auch bestimmte oberflächliche Formen des hellen Hautkrebses können mit PDT behandelt werden.
Hierzu wird ein lichtempfindlicher Wirkstoff (Photosensibilisator) auf die betroffenen Hautareale aufgetragen. Nach einer definierten Einwirkzeit wird dieser durch Licht aktiviert. Dabei entstehen reaktive Sauerstoffverbindungen, die die veränderten Hautzellen gezielt schädigen, während das umliegende gesunde Gewebe weitgehend geschont wird.
Konventionelle PDT
Bei der klassischen PDT erfolgt die Aktivierung des Photosensibilisators mit einer medizinischen LED-Lichtquelle, typischerweise mit rotem Licht. Die Behandlung ermöglicht eine flächige Therapie größerer sonnen- und lichtgeschädigter Hautareale. Dadurch können neben sichtbaren aktinischen Keratosen auch klinisch noch unauffällige Veränderungen der umgebenden Haut behandelt werden.
Artificial Daylight PDT
Die Tageslicht PDT nutzt anstelle von natürlichem Sonnenlicht eine künstliche Tageslichtquelle, die das für die photodynamische Reaktion erforderliche Lichtspektrum bereitstellt.
Ein wichtiger Vorteil dieser Methode ist die geringere Schmerzintensität während der Lichtaktivierung im Vergleich zur konventionellen PDT. Die kontinuierliche, niedrig dosierte Lichtzufuhr ermöglicht eine besonders schonende Aktivierung des Photosensibilisators.
Laserassistierte PDT (Power-PDT)
Bei der laserassistierten PDT wird die photodynamische Therapie mit einer kontrollierten Laserbehandlung kombiniert. Durch die vorbereitende Laserbehandlung kann die Hautoberfläche gezielt verändert und die Aufnahme des Photosensibilisators unterstützt werden. Anschließend erfolgt die lichtabhängige Aktivierung.
Diese Kombination kann insbesondere bei stärker ausgeprägten, verdickten oder therapieresistenten aktinischen Keratosen eingesetzt werden und ermöglicht eine individuell auf den Hautbefund abgestimmte Behandlung.